Coca-Cola und der Weihnachtsmann

04.11.2016 10:14

Das Weihnachtsfest, als DAS Fest der Liebe, zaubert nicht nur Glanz in Kinderaugen, denn auch manch Erwachsener ist davon entzückt. Leider jedoch ist es immer so schnell vorüber. Zum Glück bietet da die Vorweihnachtszeit reichlich Muße, sich auf das Christfest vorzubereiten. Anlass genug, uns auch einmal mit einem passenden Thema dieser Feierlichkeit zu nähern. Die Geschichte vom historischen Nikolaus ist schon häufig erzählt worden. Was aber ist mit dem populären Weihnachtsmann, wie wir ihn aus der Coca-Cola Werbung kennen?

Lesen Sie hier seine bewegte und bewegende Geschichte!

Wer kennt ihn nicht, den gemütlich dreinblickenden alten Herrn mit wallendem weißen Bart, roten Apfelbäckchen, dem Umhang in gleicher Farbe sowie dem markanten Gürtel!? So lieben ihn alle aus der Coke-Werbung seit etwa 80 Jahren, obwohl es ihn schon länger gibt. Doch erst der Weltkonzern hat zu dem heutigen so beliebten Erscheinungsbild von, so sagt man in den USA, „Santa Claus“ maßgeblich beigetragen. Dieses einheitliche Äußere war bis zur ersten Werbeanzeige in der Zeitung „Saturday Evening Post“ nicht immer so. Denn zuvor zeigte er viele verschiedene äußerliche Charakteristika. Mal war er groß, mal klein, mal in den Farben Blau und Rot, und ein anderes Mal kam er als Bischof daher.

Auch der Name „Santa Claus“ hat seine eigene Geschichte. Denn für ihn stand der kreative Deutsche Thomas Nast Pate. Im Jahr 1846 war dieser als erst fünfjähriger Bub mit seiner Mutter vom pfälzischen Landau in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ausgewandert und mit sich nahm er die Idee vom beschenkenden Weihnachtsmann, den er schon als Kind in Form des pfälzischen „Pelznickel“, also eines Nikolauses mit einem Pelz-Gewand, kennengelernt hatte. Auch wusste er um das Gedicht Hoffman von Fallerslebens aus dem Jahre 1840: „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. New York, hieß ehemals „Nieuw Amsterdam“, zu Deutsch „Neu-Amsterdam“ und war von 1624 bis 1664 der Verwaltungssitz der niederländischen Kolonie „Neues Niederland“ rund um das heutige Manhattan. Nach der Eroberung durch die Briten wurde es in „New York“ umbenannt. Die Niederländer hatten, übrigens bis auf den heutigen Tag, die Weihnachtsfigur mit Namen „Sinterklaas“. Dieser war lange Zeit der Stadtpatron Neu-Amsterdams. Nach der Eroberung wurde daraus einfach „Santa Claus“.

Santa Claus, Haddon Sundblom und Coca-Cola

Schon in den 1920er Jahren wurde die heute bekannte Figur in den Werbebotschaften bei Coca-Cola eingesetzt. Nach vielen kreativen Änderungsprozessen wurde dann die endgültige Variante im Jahr 1931 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der ursprünglich aus Schweden stammende Haddon Sundblom (22. Juni 1899 bis 10. März 1976) war ein amerikanischer Cartoonist und Grafiker, der Vater des Weihnachtsmanns der Coca-Cola Company. Zur Schaffung eines sympathischen und die Herzen anrührenden Weihnachtsmanns bediente er sich als Inspiration eines Gedichts von Clement Clark Moore: „ Die Nacht vor dem Weihnachtsfest“ von 1822. Fußend auf diesem Poem malte er 33 Jahre lang den bis heute bekannten Nikolaus für Coke. Die Werke dieses genialen Grafikers sind mittlerweile kaum bezahlbare Sammlerstücke, die unter anderem sogar schon im Louvre in Paris ausgestellt wurden.

Auch lustige Geschichte begleiten die Kreation des Santa Claus: Sundblom bediente sich als Modell seines langjährigen Freundes und Coca-Cola Verkäufers Lou Prentiss. Als dieser verstarb, nutzte Sundblom sein eigenes Spiegelbild. Deswegen trug Santa Claus seinen Gürtel ein Jahr lang verkehrt herum.

Die Fans sind ganz genaue Beobachter, denn während eines anderen Jahres trug der Weihnachtsmann, nicht wie sonst, einen Ehering. So schrieben sie den Konzern an und fragten, was denn mit Mrs. Claus geschehen sei!

Wie es weiterging und: Weihnachten 2015

Der Polarbär hatte 1993 seinen ersten werblichen „Auftritt“, während sich der „Sprite Boy“ schon im Jahr 1942 in Szene setzte. Jedoch hatte er nicht mit dem Getränk gleichen Namens zu tun, denn „Sprite“ bedeutet übersetzt „Kobold“. Obendrein wurde dieses Erfrischungsgetränk erst im Jahr 1960 erfunden. Charaktere schrieben auf diese Weise Weihnachtsgeschichte, denn in Kombination mit den ebenso bekannten hell erleuchteten Trucks verbreitet der Nikolaus auch in Deutschland jedes Jahr Weihnachtsfreude in Form der Coca-Cola Weihnachtstour. Santa Claus ist zum Synonym für die Hilfsbereitschaft an Weihnachten geworden und auch dafür, bedürftigen Menschen Gutes zu tun. Im Jahr 1999 verfolgten in Berlin über eine Million staunender Passanten das legendäre Finale der Coca-Cola Weihnachtstour, denn die Fahrt der Trucks durch das Brandenburger Tor war ein wahrer „magic moment“! Auch Menschen in Österreich, der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern erlebten die funkeln leuchtenden Trucks auf ihrer Tour.

Auch in diesem Jahr ist der Weihnachtsmann mit den Coca-Cola Trucks unterwegs, denn ab Ende November bereist er Deutschland, wobei die Trucks in 60 Städten Station machen. Alle haben das Ziel, einzigartige Weihnachtsfreude in die Herzen von Klein und Groß zu bringen und vor allem denjenigen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. Auch engagiert sich Coca-Cola schon im achten Jahr für die Aktion „Ein Herz für Kinder“, die die BILD hilft e.V. ins Leben gerufen hat. Für was so ein in Amerika entstandener freundlicher, gütiger Weihnachtsmann doch alles gut ist, oder?

Bildquelle: © magdal3na – Fotolia.com

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